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Schicksal

Der Begriff Schicksal stammt aus dem altniederländischen und bedeutet so viel wie „Fakt“. In einem jedem Leben entscheidet, wenn man an das vorherrschen des Schicksals glaubt, das Schicksal wie das Leben läuft und welche Geschehnisse passieren. In vielen Kulturen glaubt man, dass das Schicksal das Leben eines jeden einzelnen Menschen beeinflusst und leitet und zudem die komplette Welt bestimmt. Zudem wird oftmals davon ausgegangen, dass die Bestimmung eine göttliche Macht ist, die alleine in Gottes Hand liegt.

Verschiedene Weltanschauungen

Der Glaube an das Schicksal kann die mentale Einstellung von Menschen sehr strak beeinflussen. So kann es passieren, dass sich die Menschen nicht mehr selbst zu etwas machen wollen, da das Los Gottes sie schon formen wird. Oder das Los Gottes wird als allumfassende Macht gesehen, die die Welt und den einzelnen Lebenslauf so beeinflusst, dass sich immer alles zum Guten wenden wird. Von depressiver Stimmung bis heiterer Weltanschauung umfasst der Glaube an die Bestimmung alle Bereiche.

Fatalismus

Im lateinischen bedeutet der Begriff „fatum“ Schicksal, daher stammt auch der Begriff des Fatalismus. Der Fatalismus geht davon aus, dass das Geschehen in Gesellschaft und Natur vollkommen von der Bestimmung beeinflusst wird. Der Mensch selbst kann diese nicht beeinflussen, verändern oder für sich selbst bestimmen. Im Fatalismus wird trotz der vorherrschenden Macht des Schicksals eine Handlung des Menschen aber nicht als unnötig angesehen. Das Handeln des Menschen setzt der Bestimmung in seinem Willen um und kann so dafür sorgen, dass alles so geschieht, wie es vorhergesehen ist.

Nietzsches Weltanschauung (Nihilismus)

In vielen Kulturen glaubt man, dass das Schicksal das Leben eines jeden einzelnen Menschen beeinflusst und leitet und zudem die komplette Welt bestimmt.

In vielen Kulturen glaubt man, dass das Schicksal das Leben eines jeden einzelnen Menschen beeinflusst und leitet und zudem die komplette Welt bestimmt.

Der Nihilismus ist ein sehr pessimistischer Umgang mit der Bestimmung. Geprägt wurde er von Nietzsche, der ihn im religiösen Sinne gebrauchte. Ein Nihilist ist der Auffassung, dass es nichts gibt, weswegen es sich moralisch, mit Werten oder anderweitig positiv/ negativ zu handeln lohnt. Ein Nihilist ist der Überzeugung, dass es keine Gottheit oder die Bestimmung selbst gibt. Oftmals wird mit diesem Begriff ein sehr negatives Treiben im Leben verbunden. Die Menschen lassen sich vom Leben treiben, denn es gibt keinen Sinn sich zu bemühen oder anzustrengen.

Determinismus

Im Determinismus geht man davon aus, dass alles vorherbestimmt ist und durch Vorbedingungen erfüllt wird.

 

Das Los Gottes bzw. der Glaube an die Bestimmung kann die persönliche Weltanschauung sehr stark prägen. Ob man sich in seiner ausweglosen Situation trieben lässt, oder die Beeinflussung der eigenen Handlungen auf das Schicksal als wahre Begebenheit akzeptiert, entscheidet wie sich das Schicksal im eigene Leben ausprägt.

Alles in Allem gibt es sehr viele Werke, die mit diesen Richtungen und dem Umgang mit der Fügung arbeiten. Das wohl bekannteste Werk hierzu ist Woyzeck von Georg Büchner. Hier werden Determinismus, Nihilismus und Fatalismus in verschiedenen Persönlichkeiten wiedergespiegelt, die mit ihrem Leben und ihrem sozialen Rang zu Recht kommen müssen.