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Friedrich Nietzsche

Wer den Namen Nietzsche hört, der denkt unweigerlich an fatalistische Sprüche. Ein viel zitierter Spruch unter Studenten war das Bruchstück, besonders unter Geisteswissenschaftlern: “Wenn du zum Weibe gehst, dann vergiss die Peitsche nicht.”

Darin wurde schon die eigene Determination gespiegelt, die dem Theologen abverlangt unverheiratet zu bleiben, weil er römisch-katholischer Priester werden will. Der Zynismus und Fatalismus in seinem Werk basiert auf seinem persönlichen Schicksal. 1884 wurde Nietzsche in Röcken bei Lützen geboren. Er wurde nur 55 Jahre alt und starb 1900 in Weimar. In seinem kurzen Leben ging seine Karriere steil nach oben, denn er war schon mit 24 Jahren Professor für klassische Philologie (Latein und Griechisch) in Basel. Aber schon zehn Jahre nach Antritt der Professur gab er sie wegen seiner Krankheit, die sein Schicksal maßgeblich beeinflusste zurück. Mit seinem beruflichen Wechsel nach Basel verlor er auch die preußische Staatsbürgerschaft und war dadurch staatenlos. Zehn Jahre arbeitete er als junger Professor, danach blieben ihm noch 11 Jahre, denn mit 45 Jahren wurde er zum Pflegefall und lebte noch 10 Jahre in der Obhut seiner Mutter und seiner Schwester. Der fatalistische Satz wird wohl etwas verständlicher und erträglicher, wenn man sich den totalen Zusammenbruch Nietzsches im Jahre 1889 anschaut. Er lebte von da an in “geistiger Umnachtung“, denn wahrscheinlich hatte er sich an der Syphilis angesteckt und unbehandelt ist das Ende der Krankheit der Wahnsinn.

Das kranke Universalgenie

Friedrich Nietzsche lebte von 1844 bis 1900 und war bekannt für seine fatalistischen Sprüche.

Friedrich Nietzsche lebte von 1844 bis 1900 und war bekannt für seine fatalistischen Sprüche.

Nietzsche war im Sinne seiner Zeit ein Universalgelehrter, der sich schon aufgrund seiner philologischen Studien auch mit Moral, Philosophie, Religion, Kunst und den verschiedenen Weltanschauungen auseinandersetzte. Aufgrund seiner persönlichen Determiniertheit waren Zielscheiben seiner oft scharfen Kritik die christliche Moral seiner Zeit und das damit einhergehende unflexible Gesellschaftsbild. Dazu kam die einseitig verengte Metaphysik die hauptsächlich durch Platon und Aristoteles bestimmt war. Dies führt ihn zum Determinismus, der für ihn sprichwörtlich war. Sein philosophisches Schaffen wird in die Zeit von 1879 – 1889 datiert. Starke Einflüsse auf das philosophische Denken Nietzsches hatte der Philosoph Arthur Schopenhauer. Eine Identifikationsperson, die genauso aufgrund seines persönlichen Schicksals ein Einzelgänger wie Friedrich Nietzsche war. Der Idealismus war der Spiegel in dem Nietzsche seine Weltanschauung betrachtete.

Wichtige Werke des Philosophen sind:

1. Die fröhliche Wissenschaft
2. Also sprach Zarathustra
3. Der Antichrist
4. Ecce homo.

Das ist nur eine kleine Auswahl seines umfangreichen Schaffens, dauernd belastet durch seine schwächliche Gesundheit. Im aufschlussreichen autobiografisches Werk “Ecce homo”, beleuchtet der Philologe und Philosoph sich selbst.